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Gute unternehmerische Entscheidungen treffen – (wie) geht das?

Ihre Entscheidungen machen Sie aus – was machen Sie daraus?

Was denken Sie: wie viele Entscheidungen treffen Sie so pro Tag in Ihrer Führungsrolle? Mit welchen Folgen? Entscheidungen treffen alle, vom Gründer bis zum Vorstand im Unternehmenswachstum.

Ein beispielhafter Rundumschlag:

  • Stelle ich diese/n Bewerber/in ein?
  • Verfolgen wir diese Produktidee weiter oder investieren wir lieber in die andere?
  • Wo liegt das Marktpotenzial für uns?
  • Brauchen wir einen internen Experten im Bereich xy (Accounting, HR, Qualitätsmanagement…)?
  • Wie gebe ich dem Mitarbeiter Feedback zu seinem Arbeitsergebnis, mit dem ich gar nicht zufrieden bin?
  • Brauchen wir nun Fachkarrieren oder nicht?

 

Sicher ist: nicht entscheiden ist keine Lösung

Entscheiden macht die Führungskraft erst aus, so hat es sinngemäß der Managementforscher Fredmund Malik formuliert („makes or breaks the manager“).

Sicher ist: Unternehmer und Führungskräfte, die keine Entscheidungen treffen (oder nur dann, wenn es sich gar nicht mehr vermeiden lässt), haben ein Problem. Denn mit Ihren Entscheidungen geben Sie anderen Orientierung. Wer das nicht macht, führt nicht.

Man weiß: der Führungsstil, der „laufen lässt“ (Laissez-Faire), ist der erfolgsloseste Führungsweg. „Laissez-Faire“ funktioniert allenfalls bei einem sehr reifen Team. Und das muss durch Führung erst einmal lernen, selbst zu entscheiden….

Also entscheiden. Aber wie?

Lassen wir an der Stelle Charles de Gaulle zu Wort kommen, der es so ausgedrückt hat:
„Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen, als beständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird“.

Unsichere Entscheider versuchen oft, möglichst alle Kriterien für eine Entscheidung herauszufinden; jedes Detail wird geprüft. Das dauert und strengt an. Was Sie wirklich brauchen, sind die wesentlichen Kriterien für Ihre Entscheidung – die Faustregeln.

Faustregeln: Ihr persönlicher Weg zu guten Entscheidungen

  • Je größer der Entscheidungsdruck, desto höher die Fehlerwahrscheinlichkeit – vor allem, wenn Sie auf Systematik verzichten.
  • Setzen Sie sich für wichtige Entscheidungen einen Zeitrahmen und legen Sie fest, mit welchen Schritten Sie zu der Entscheidung kommen wollen.
  • Formulieren Sie die wichtigsten Entscheidungsfragen und sprechen Sie mit Leuten, die echte Antworten und nachweisliche Expertise haben. Geben Sie sich nicht mit Halbwissen zufrieden.
  • Entscheiden Sie nicht alles alleine. Welche Personen können Ihnen helfen, die Entscheidung zu treffen?
  • Organisieren Sie eine kurze Befragung, nutzen Sie Ihre Entscheidungsfragen. Das entlastet Sie.

Überraschend: Entscheiden Sie mit Ihren Werten!

Die Entscheidungsforscherin Ruth Chang wartet mit einer interessanten Erkenntnis auf. Gerade bei komplexen Entscheidungen, die eine große Wirkung auf andere haben, kommt es auf Ihre persönlichen Werte an.

Praktisches Beispiel: wenn Sie sich als Unternehmen verstehen, dass in Sachen Innovation die Nase vorne hat, entscheiden Sie sich zum Beispiel für eine riskantere Produktentwicklung oder Investition. Als Inhaber, der das Unternehmen solide in die Zukunft führen möchte, bauen Sie früh eine Führungsebene auf, auch wenn es mehr kostet. Denn diese Entscheidungen repräsentieren Ihre Werte: Innovationskraft und klare Verantwortung für ein Wachstum im eigenen Unternehmen.
Werte können nicht falsch sein.

Nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit: welche Werte leiten Sie bei umfassenderen Entscheidungen?

Ihre Werte sind auch wichtig, um Ihre Entscheidungen später zu vertreten und den Weg zu stärken, den Sie mit der Entscheidung gegangen sind. Denn über Werte lässt sich nicht streiten.

Und noch ein Hinweis: für Personalentscheidungen gibt es eine Best Practice-Methode, die kompetenzbasierte Auswahl. Mehr dazu finden Sie auf der Schwesternwebsite.

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