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Was hat der Fußballerfolg Islands mit der Digitalisierung zu tun?

Island – Disrupter im Sport

Ein kleines Völkchen von einer kalten Insel mit robusten Ponies spielt überraschend erfolgreich in der Fußball-EM? Das kann nur Zufall sein – oder? Diverse Kommentatoren zeigen auf, dass die Isländer im Vergleich zu den anderen gar nicht so gut spielen, aber trotzdem gewinnen (kann, wer mehr Tore schießt, nicht auch irgendwie Fußball spielen?).

Man könnte sagen: Island ist der Disrupter dieses Spiels – die, die alles durcheinander bringen. In der Wirtschaft ist viel von „Digital Disrupters“ die Rede – von Unternehmen, die mit neuen Kompetenzen punkten und Märkte durchrütteln. Wie die Isländer im Fußball.

Spiel und Sieg – was lief das gut?

Die Neue Züricher Zeitung sieht die Stärke der Isländer auch in der Schläppe der Briten:

„Das Spiel folgte ganz der Dramaturgie eines Matches, in dem ein Aussenseiter Geschenke bekommt, Mut fasst, und am Ende den haushohen Favoriten besiegt… Denn statt den Gegner ernst zu nehmen, standen die Engländer teilnahmslos herum….Rooney liess den Isländer Arnason den Einwurf mit dem Kopf verlängern, der Innenverteidiger Ragnar Sigurdsson warf sich in den Ball und traf zum 1:1“
(Quelle: NZZ).
Der Sportblogger fürchtet gar das Schlimmste für die Franzosen am Sonntag: die Gefahr, den Außenseiter zu unterschätzen, sei „latent“.

Treffer sind kein Zufall – skandinavische Länder sind auch in Sachen Digitalisierung ganz vorne

Lohnt es sich, auf skandinavische Ländern zu blicken? Ja, wenn Sie neugierig sind, denn: „The Digital Economy and Society Index“ der EU misst fünf Dimensionen der Digitalisierung. Er stellt fest, dass die Top-Performer auch 2016 die Länder Dänemark, die Niederlande, Schweden und Finnland sind – immerhin gleich drei skandinavische Länder (den Index finden Sie hier).

Estland besticht dazu durch seine führende Rolle in der Digitalisierung der gesamten öffentlichen Verwaltung – dort geht wirklich alles „online“.

Und was bedeutet das für Sie?

Es ist fast wie im Fußball: das größte Hindernis auf dem Weg zur Digitalisierung ist Planlosigkeit, ein mangelnder Wille zur Veränderung und die Vorstellung, „es werde schon nicht so schlimm kommen“ – das hat sich der Buchhandel vor Amazon auch gedacht.

Und gerade eine kleinere Mannschaft (wie in allen skandinavischen Ländern) kann enorm erfolgreich sein, wenn Mut, Wille und kluge Steuerung zusammen kommen: size does not matter, agility does.

Eine ermutigende Vision für kleine und mittlere Unternehmen?

Agilität hängt auch von Ihnen ab. Es lohnt sich, sich jetzt als Unternehmer, Führungskraft und Personalentscheider jetzt nicht nur theoretisch mit der Digitalisierung Ihrer Branche zu beschäftigen, sondern sich den wesentlichen vier Fragen zu widmen:

  • Betrifft die Digitalisierung meine Produkte? Wenn ja, wie können wir jetzt schon neue Entwicklungen auf den Weg bringen?
  • Betrifft die Digitalisierung meine Geschäftsprozesse? Welche Veränderung leite ich jetzt schon in die Wege?
  • Was wird anders, um Leute zu gewinnen? – Vergessen Sie gerade das Recruiting nicht, das sich enorm verändern wird.
  • Welche neuen Wege der Beteiligung schaffe ich in Zukunft im Unternehmen?

Zu Führung und Beteiligung stelle ich Ihnen in den nächsten Blogbeiträgen konkrete Methoden und Erfahrungen vor.

Übrigens: Experimentiergeist und Mut zeigten schon die Wikinger, die lange vor Columbus in Amerika ankamen – in kleinen, agilen Schiffen mit erheblichem seefahrerischem Risiko. Gemeistert haben die Wikinger das durch Navigationsfähigkeiten, die Nautiker heute noch erstaunen.

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