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Festgefahren? – „Problemgespräche“ light

Kennen Sie das?

Ein Gespräch mit einem Mitarbeiter, Kollegen, mit dem Chef ist irgendwie festgefahren. Am liebsten würden Sie es lassen, aber das Thema verschwindet ja nicht.

Steve de Shazer, ein „Vater der Lösungsorientierung“, bemerkte dazu treffend: „Problem talk creates problems, solution talk creates solutions“.

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Wie kommen Sie also weg vom „Um-das-Problem-kreisen“? Dazu drei Tipps.

1. Verzichten Sie auf ausführliche Analysen und lückenlose Fragen nach dem Warum.

Das verwundert Sie? – Was in der Technik nötig ist – den Dingen auf den Grund zu gehen -, verstärkt in Gesprächen oft die Problemsicht. Wenn Sie wissen, warum etwas nicht funktioniert, haben Sie noch lange keinen positiven Ansatz. Besser:

2. Sorgen Sie für eine gemeinsame Problemsicht

Sind Sie sich einig, was das „Problem“ ist? Wenn nicht, hat die Verständigung dazu Vorrang.

Ein Beispiel: Sie meinen, ein Mitarbeiter von Ihnen, der gerade in einem Projekt arbeitet, habe einfach die nötigen Fachkenntnisse noch nicht, deshalb laufe es nicht rund. Der Projektleiter meint aber, der Mitarbeiter passe mit seinen „menschlichen Seiten“ nicht in das Projektteam.

Mit so unterschiedlicher Sicht auf das Problem wird es Ihnen schwerfallen, eine gemeinsame Lösung zu finden. Also ehrlich: was ist wirklich das Problem? Können Sie da auf eine gemeinsame Sicht kommen?

3. Stellen Sie kluge Fragen.

Bei negativen Formulierungen („Das möchte ich nicht mehr erleben“) ist es gut zu fragen: „Was werden Sie statt dessen tun?“ So kommen Sie wieder auf die konstruktive Seite.

Schön ist auch die Frage vom Ziel her.
„Angenommen, Sie wären einen großen Schritt weiter in der Sache und die Situation wäre deutlich besser.
Was wäre anders? Woran würden Sie erkennen, dass das Thema gelöst ist?“

Lassen Sie sich beschreiben, wie die Situation dann wäre, wie Beteiligte sich verhalten würden. Was würde der andere selbst konkret anders machen?

Hilfreich ist auch die Frage nach den „positiven Ausnahmen“: wie lange, wann ist das Problem nicht aufgetreten? Was war da anders?

Diese Fragen funktionieren übrigens auch, wenn Sie für sich selbst ein Problem lösen möchten. Probieren Sie es ‚mal!

Hinter festgefahrenen Gesprächen steckt bisweilen auch ein Konflikt  (dazu mehr hier). Oder Sie spielen die allseits beliebten, wenn auch energieraubenden „Spiele der Erwachsenen„. Prinzipiell gilt: alle Gesprächsparteien müssen bereit sein, zur Lösung beizutragen. Wenn nur einer schuftet, stimmt etwas nicht.

In diesem Sinne: packen Sie es an!

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