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Entscheidungen treffen – nutzen Sie Ihre „Affektbilanz“

Im letzten Blogbeitrag ging es um die zwei Bewertungssysteme Ihrer Psyche nach Maja Storch:

  • der Verstand – analytisch, rational und eher langsam und
  • die intuitive Entscheidung (nach Maja Storch: das gut gelaunte innere „Würmli“).

Letztere ist evolutionsbiologisch älter und viel schneller mit einer Botschaft an Sie („fühlt sich gut/nicht gut an“).

Verstand und „Würmli“ sind sich oft nicht einig, wenn es darum geht, das eigene Handeln zu steuern.

Sie erleben die berühmten „gemischten Gefühle“. Sie kennen das: einerseits sind Sie mit einem Mitarbeiter gar nicht zufrieden und sollten dringend mit ihm sprechen. Andererseits verlaufen solche Gespräche zäh und unangenehm, zumal der Mitarbeiter ein gutes Standing bei einem der Geschäftsführer hat.

Eine Pattsituation, sozusagen…

Pechvogel

Wie kommen Sie zu validen Einschätzungen und Entscheidungen bei „gemischten Gefühlen“? – Die Affektbilanz

Maja Storch schlägt in dem Fall die „Affektbilanz“ vor (Ihr Konzept finden Sie  unter diesem Link).

Und das geht so: Sie bringen zwei vertikale Striche auf das Papier – einen für die unangenehmen, einen für die angenehmen Gefühle.
Oben stehen die 100 Prozent, unten die 0 Prozent  – etwa so:

Bilanz

In diesem Fall hat jemand eine Menge guter Gefühle (die rechte Skala), aber auch weniger gute (linke Skala).

Das ist eine simple wie gute Selbstdiagnose: wie geht es mir eigentlich mit einem Thema, einer Person, einem Vorhaben?

Auch für die Zusammenarbeit eignet sich das Instrument: wie sieht es mein Kollege für sich? Haben wir eine ähnliche oder eine sehr unterschiedliche „Affektbilanz“? Wie kommt das?

Bitte achten Sie darauf, aus der Affektbilanz keine „Plus-/Minus-Liste“ zu machen oder einen exakten „Wert“ auf einer genauen Skala ausmachen zu wollen. Damit landen Sie in der Welt des Verstandes.

Die „Affektbilanz“ ist in weniger als 60 Sekunden möglich – eben „aus dem Bauch heraus.“

Und was machen Sie jetzt damit? [Achtung Cliffhanger!]- Wie Sie „mit sich selbst“ verhandeln und mit Ihrer Affektbilanz arbeiten – dazu mehr im nächsten Blogbeitrag.

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