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Das Wunschthema: die „Generation Z“, geboren nach 1995: Entscheider, bereit euch vor!

„Was zählt wirklich für die Jungen?“

Die „Generation Z“ bezeichnet junge Menschen, geboren ab 1995 – die jetzt als Auszubildende, Studierende und junge Berufstätige in Unternehmen arbeiten. Führungskräfte berichten, dass sie die Jungen als eher „flatterhaft“ wahrnehmen, Was ist dran?

Interessieren Sie auch die Generationen zuvor, sprich die Babyboomer, die „Generation X“ und die viel besprochene „Generation Y“? Alles Wichtige dazu im vorherigen Blogbeitrag.

Generation Z: „Noch nie…so wenig rebellisch wie heute…“. Doch Vorsicht!

„Strebsam, pragmatisch und fast schon überangepasst“ seien die Jugendlichen, mit „Sehnsucht nach Geborgenheit und Orientierung in einer zunehmend unübersichtlichen Welt“, mit großer Nähe zur Elterngeneration – so zitiert Johannes Leithäuser auf faz.net die Sinus-Jugendstudie 2016.

Professor Christian Scholz zeichnet im Podcast „Anders als die Eltern – sie sich Generationen verändern“ ein differenziertes Bild: die zweite Generation nach den ersten  „Digital Natives“, nach der Generation Y, wünsche „möglichst wenig Stress im Beruf“ und eine klare Abgrenzung von Beruf und Freizeit statt ständiger Erreichbarkeit  – also ein Gegentrend.

„Wenn man nach Hause kommt, sollte man auch Feierabend haben“, sagt eine Interviewpartnerin im Podcast.

Die Generation, meinst Scholz, seit in enger Obhut der Eltern aufgewachsen, mit „Mutti unentwegt im Einsatz“ mit dem SUV. Sie hätten einen „fasst schon verfassungsrechtlichen Anspruch, versorgt zu werden“ und den „Anspruch, klare Strukturen zu bekommen, eine berufliche Situation, „in der man fast schon automatisch weiter kommt“.

Also doch rebellisch – auf ihre Art?

Scholz zeichnet im Podcast und seinem Buch „Generation Z“ ein Bild einer durchaus abgegrenzten Generation: Helikopter-Eltern, „die verkorkste Bologna-Reform“ und digitale Überfütterung hinterließen ihre Spuren.

Der Chef spiele keine große Rolle, denn „Z-ler leben in ihrer Welt, da ist wie so eine Glocke oder Grenze dazwischen“, mit wenig Interesse an Führungskräften oder Politikern – das passt zur Sinus-Studie.

Ihr „Harmoniebedürfnis“ sei etwas sehr Positives“, findet Scholz. Unternehmen sollten „akzeptieren, dass diese Generation wirklich anders ist“: „Sie ist aber nicht faul“, sondern durchaus leistungsbereit, und nine to five werde auch „gut gearbeitet“. Mit den Workaholics der vorherigen Generation habe die Generation aber wenig gemein.

Und nun? Was heißt das für Entscheider und Unternehmen?

Man darf aber auch ahnen, welche Herausforderungen auf Unternehmen zukommen, die die „Generation Z“ gewinnen und halten wollen: Leistung lohnt sich? – Nur, wenn Freizeit und Familien nicht auf der Strecke bleiben. Loyalität zum Unternehmen? Sofern die eigenen Ziele zu denen des Unternehmens passen. Bindung an Personen? Wenig, denn man hat sein eigenes Umfeld, das wirklich zählt.

Wir werden neue Bindungsideen brauchen, um dieser Generation gerecht zu werden. Und gleichzeitig fordert die gute Abgrenzung der „Generation Z“ Führungskräfte wirklich heraus.

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